Mit dem Blick einer Malerin - der Countdown läuft - noch fünf Wochen
Mit dem Blick einer Malerin - noch fünf Wochen bis zum Ausstellungsstart

In fünf Wochen ist es so weit.
Am 3. Oktober dürfen meine Aquarelle in den Sternen Detligen einziehen.
Fünf Wochen.
Plötzlich klingt das gar nicht mehr nach besonders viel Zeit.
Und ich merke: Jetzt wird es konkret.
Die Bilder, die ich zeigen möchte, sind längst entstanden. Viele davon haben Wochen oder Monate in meinem Atelier verbracht. Ich habe sie gemalt, betrachtet, wieder weggelegt, gerahmt und irgendwann entschieden:
Du gehörst dazu.
Eigentlich könnte man meinen, damit sei der grösste Teil der Arbeit getan.
Aber eine Ausstellung entsteht nicht einfach dadurch, dass man Bilder an eine Wand hängt.
Jetzt beginnt ein ganz anderer Teil.
Ich schaue meine Arbeiten nicht mehr nur einzeln an.
Ich beginne, sie miteinander zu betrachten.
Welche Bilder dürfen sich begegnen?
Welche brauchen Abstand voneinander?
Wo entsteht eine Verbindung, obwohl zwei Arbeiten vielleicht zu ganz unterschiedlichen Zeiten entstanden sind?
Und wo braucht ein Bild einfach Raum für sich?
Plötzlich wird eine Wand zu einer Fläche, die gestaltet werden will.
Ich überlege, ordne, verschiebe.
Manches funktioniert in meinem Kopf wunderbar – und beim nächsten Blick denke ich: Nein. So nicht.
Dann beginnt alles noch einmal von vorne.
Ich mag diesen Prozess.
Vielleicht, weil er dem Malen gar nicht so unähnlich ist.
Auch dort entsteht nicht alles nach Plan. Ich probiere aus, trete zurück, schaue hin, verändere etwas und lasse manches bewusst stehen.
Nur dass diesmal nicht Pigmente und Wasser meine Gestaltungsmittel sind.
Es sind Bilder und Räume.
Nach und nach wird aus einzelnen Aquarellen etwas Gemeinsames.
STILLE BEGEGNUNGEN.
Und während ich plane, geschieht noch etwas anderes.
Die Bilder beginnen sich langsam von meinem Atelier zu lösen.
Noch stehen sie hier.
Vertraut zwischen Pinseln, Papier, Farben und all den Dingen, die zu meinem Arbeitsraum gehören.
Aber ich weiss, dass sie bald woanders hängen werden.
An Wänden, an denen Menschen vorbeigehen.
Menschen, die vielleicht stehen bleiben.
Die näher treten.
Die ein Bild nur kurz anschauen oder länger darin verweilen.
Vielleicht wird eines meiner Bilder jemanden berühren.
Vielleicht wird jemand darin etwas ganz anderes entdecken als ich.
Und vielleicht geht eines am Ende sogar mit einem Menschen nach Hause.
Auch das gehört für mich zu einer Ausstellung.
Irgendwann gebe ich meine Bilder ein Stück weit aus der Hand.
Was danach zwischen einem Bild und einem Menschen geschieht, kann ich nicht mehr bestimmen.
Und genau das gefällt mir.
Bis dahin liegen noch fünf Wochen vor mir.
Fünf Wochen zum Planen, Ordnen, Vorbereiten und vermutlich auch wieder Umdenken.

Noch ist die Ausstellung nicht fertig.
Aber sie hat begonnen.
Nicht erst am 3. Oktober, wenn die Bilder an den Wänden hängen.
Sondern jetzt.
Hier in meinem Atelier.
STILLE BEGEGNUNGEN nimmt Form an.
03. Oktober 2026 bis 29. März 2027
Restaurant Sternen, Detligen
Bis nächsten Samstag – mit dem Blick einer Malerin.
